Donnerstag, 8. Mai 2014

Entschädigung für abgelehnte Bewerbung

Wer eine Absage für seine Bewerbung aus dem Briefkasten zieht, ist meist ziemlich gefrustet. Gibt es jedoch Indizien dafür, dass die Absage gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstößt, hat der Bewerber gute Chancen, vom nicht willigen Arbeitgeber eine Entschädigung zu erhalten. Er kann vor Gericht ziehen und bekommt möglicherweise eine Entschädigung von bis zu drei Monatsgehältern.

Auf aussagefähige Bewerbungsunterlagen achten

Der Bewerber braucht dabei nur Indizien vorzutragen. Trotzdem gibt es Regelungen, um sogenannte AGG-Hopper von vornherein auszubremsen. AGG-Hopper sind Menschen, die sich nur zum Schein auf eine Stelle bewerben und im Falle einer Absage klagen. Deshalb dürfen die Bewerbungsunterlagen keinesfalls nichtssagend und unvollständig sein. Denn das sind Hinweise darauf, dass der Bewerber sich nur beworben hat, um im Falle der Absage zu klagen.

Auf Entschädigung geklagt: Altersdiskriminierung bei Bewerbung

Für diesen Fall gibt es ein Urteil vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG), vor dem ein Rechtsanwalt geklagt hatte, nachdem er eine Absage auf eine Bewerbung erhielt, in der ein Jurist für eine Traineestelle gesucht wurde. Der Bewerber sollte einen überdurchschnittlichen Studienabschluss vorweisen, der zudem nicht älter als ein Jahr sein sollte. Der Kläger klagte wegen mittelbarer Altersdiskriminierung auf Entschädigung. In diesem Fall wurde die Entschädigungspflicht abgelehnt. Die Begründung: Wenn der Bewerber objektiv für eine Stelle ungeeignet ist, erhält dieser keine Entschädigung.

Ein Anspruch auf Entschädigung besteht dann, wenn der Bewerber mit anderen Bewerbern vergleichbar ist. Die Anforderungen der Stellenausschreibung waren im konkreten Fall nicht erfüllt. 


 Bewerbung schreiben lassen
Bewerbungsunterlagen sollen überzeugen

Freitag, 4. April 2014

Bewerbung mal anders: Berufskolleg Gladbeck organisierte Azubi-Speed-Dating

Vielleicht findet die Idee ja Nachahmer: Azubis werden nicht von   e i n e m  Arbeitgeber zum Vorstellungsgespräch eingeladen, sondern haben die Möglichkeit, sich vielen verschiedenen Arbeitgebern in einer Zeitspanne von zehn Minuten vorzustellen.

Arbeitgeber lernten in wenigen Minuten einen möglichen Azubi kennen


Es funktioniert so, wie es viele Jugendliche vom klassischen Speed-Dating kennen, wo es darum geht, einen möglichen Partner kennenzulernen. Das Berufskolleg Gladbeck münzte dieses Schema auf die Berufswahl um und motivierte acht Arbeitgeber, die Ausbildungsplätze in 13 Berufen anbieten, für dieses ungewöhnliche Bewerbungsverfahren.

Sofortiger Einstieg ins Vorstellungsgespräch


Für die Azubis bedeutete dies den sofortigen Einstieg ins Vorstellungsgespräch, ohne ein sonst übliches Bewerbungsanschreiben formulieren zu müssen. Außerdem konnten sie punkten, ohne erst ihre vielleicht nicht so guten Noten herzeigen zu müssen. Sie hatten hier die einmalige Chance, sich mit ihrer Person zu präsentieren, völlig unabhängig von Schulnoten. Trotzdem warteten die jungen Leute ziemlich nervös auf Ihren Einsatz. Verständlich, denn wie bei jedem anderen Vorstellungsgespräch entscheidet auch hier der Eindruck des Bewerbers, gerade weil die Zeitspanne auf den allerersten Eindruck begrenzt worden war.

Gute Erfahrungen mit der Methode gemacht


Die Veranstaltung war nicht die erste dieser Art.  Schon zum dritten Mal hatte das Berufskolleg Gladbeck dazu eingeladen und die Erfahrung gemacht, dass allein im letzten Jahr ungefähr zehn Prozent der Bewerber auch einen Ausbildungsplatz im Rahmen dieser Veranstaltung erhalten haben.



Beim Azubi-Dating nicht notwendig

Mittwoch, 2. April 2014

Penisfoto im Bewerbungsanhang

Selbstverständlich ist es richtig, wenn ein Bewerber aus der Bewerbungsflut herausstechen will. Dafür gehen manche ungewöhnliche Wege: So haben künftige Arbeitgeber schon Torten erhalten, oder regelrechte Kunstwerke. Eine junge Frau schickte sich selbst als Lego-Bausatz mit Produktionsanleitung. Es gibt viele kreative Einfälle, die echte Hingucker sind und eine positive Brücke zum ausgeschriebenen Job bauen.

Kreative Bewerbung als Schocker: Dieser Schuss geht nach hinten los

Eines sollte man jedoch vermeiden: Mit seinem kreativen Einfall, den möglichen Arbeitgeber schocken und unangenehm berühren. Denn damit schießt sich der Bewerber ein Eigentor. Das machte ein junger Mann, als er glaubte, besonders witzig zu sein und ein Foto von seinem Penis der Bewerbungsmappe beilegte. Dieses Foto wurde von der Personalchefin keineswegs als witzig betrachtet. Sie rief umgehend die Polizei. Nun muss sich der Bewerber wegen „Darstellung und Verbreitung von Obszönitäten“ verantworten. Die Stelle erhielt er indessen nicht.  

So gelingt kreative Bewerbung

Auch eine kreative Bewerbung sollte in irgendeiner Form mit der angestrebten Stelle zu tun haben. Wer sich als Konditor bewirbt, darf auch mal eine Torte backen und mitschicken. Nur in solchen Berufen macht das Sinn.  Wer sich jedoch als Buchhalter bewirbt, sollte auf die Torte als kreativen Einfall verzichten. Denn die kreative Beigabe sollte sozusagen ein „Beweisstück“ der eigenen Fähigkeiten sein. Wenn Sie mit Ihrem kreativen Einfall, Ihre Kenntnisse belegen, sind Sie mit Ihrer Idee, der Konkurrenz eine Spanne voraus. Das oben genannte Beispiel zeigt jedoch ganz krass auf, dass Übertreibungen genau das Gegenteil von dem bewirken, was man als Bewerber erreichen möchte.

Eine Bewerbung ist die Präsentation Ihrer Fähigkeiten

Ihre Bewerbung muss keine schöpferische Beigabe enthalten, um von der Masse abzustechen. Es genügt, die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse so herauszustellen, dass klar wird, dass Sie sich damit passgenau wie ein fehlendes Puzzleteil in die angebotene Stelle einfügen.  




Montag, 31. März 2014

Wie Sie als Migrant in Deutschland eine Stelle bekommen: Das sollten Sie beachten

Menschen mit einem Migrationshintergrund haben schlechtere Chancen auf eine neue Stelle als andere Bewerber. Eine neue Untersuchung hat diese Vermutung erneut bestätigt, nachdem schon im letzten Jahr die Antidiskriminierungsstelle in Berlin im Abschlussbericht des Projektes zum anonymisierten Bewerbungsverfahren zu vergleichbaren Ergebnissen gekommen ist.
Die 5 wichtigsten Punkte wie Migranten eine Stelle erhalten

1.Formulieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in gutem Deutsch

Menschen mit Migrationshintergrund sollten besonders viel Wert auf sprachlich gut formulierte Bewerbungsunterlagen legen. Falsche Grammatik, verstümmelte Sätze, oder unverständliche Zusammenhänge sollten möglichst vermieden werden. Egal ob der Bewerber inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit aufweisen kann, oder ob er eine ausländische Nationalität besitzt, er sollte in jedem Fall erkennen lassen, dass er sehr gutes Deutsch spricht.

2.Lassen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen von einem deutschen Kollegen korrigieren

Kommunikation ist in jedem Unternehmen wesentlich. Eine gute Kommunikation erleichtert Arbeitsabläufe und beeinflusst das Betriebsklima. Deshalb ist es Arbeitgebern wichtig, dass Angestellte über die Sprache integriert sind. Da Arbeitgeber zunächst die Bewerbungsunterlagen zu Gesicht bekommen, fallen Anschreiben, die in gebrochenem Deutsch formuliert wurden, negativ auf. Darum sollten Migranten ihre Bewerbungsunterlagen von deutschen Mitbürgern korrigieren lassen, oder sich anderweitig Hilfe holen.  

3. Zeigen Sie, dass Sie in Deutschland integriert sind

Wer integriert ist, kann zum positiven Arbeitsklima beitragen. Erwähnen Sie Ihre Vereinstätigkeit, oder Ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Gruppen und Kreisen im Lebenslauf.

4.Lachen Sie auf dem Bewerbungsfoto

Wählen Sie in jedem Fall ein Bewerbungsfoto, das Sie mit offenem und ansprechendem Lachen präsentiert.

5. Vertrauen Sie auf Ihre eigenen Fähigkeiten.

Letztlich sind es Ihre Kenntnisse und Erfahrungen, die Ihnen den neuen Job sichern. Wenn Sie von Ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt sind, können Sie auch einen künftigen Arbeitgeber von sich überzeugen.



Samstag, 22. Februar 2014

Der erste Eindruck: Mit der Bewerbung überzeugen

Noch immer klingen viele Bewerbungen nach Einheitsbrei und wenig vielversprechend. Vielen Bewerbungen merkt man an, dass sich der Bewerber durchaus mit der Frage auseinandergesetzt hat: Wie schreibe ich eine gute Bewerbung? Trotzdem erschöpfen sich die Ergebnisse  in Formulierungen wie: Hiermit bewerbe ich mich…, oder: Meine bisherigen Tätigkeiten waren…., darauf folgt eine ellenlange Liste mit bisher erledigten Aufgaben. 
Alles in allem sind solche Bewerbungsanschreiben einfach nur langweilig. Und das obwohl sie formal durchaus richtig sind und genau das enthalten, was von einem künftigen Arbeitgeber gefordert wird. Doch die Präsentation ist nichtssagend.

Bewerbungen schreiben: Aber richtig

So machen Sie es besser: Achten Sie beim Bewerbungen schreiben darauf, dass Sie knackig formulieren. Beschränken Sie sich auf die wesentlichen Punkte Ihrer bisherigen Tätigkeit. 
Die einzelnen Stationen Ihres Werdegangs gehören in den Lebenslauf, nicht ins Bewerbungsanschreiben. Hier ist es wichtiger, Ihre erworbenen Kenntnisse mit den Anforderungen des Arbeitgebers abzugleichen. Setzen Sie dort an und stellen Sie Ihre Stärken entsprechend heraus.

Bewerbungen schreiben: Möglichst fehlerlos

Viele Bewerber machen den Fehler, dass sie im Bewerbungsanschreiben nicht auf Rechtschreibfehler achten. Prüfen Sie Ihr Bewerbungsanschreiben und bessern Sie Fehler auf jeden Fall aus. Auch wenn Ihnen diese Fehler erst auffallen, wenn Sie das Blatt bereits ausgedruckt haben. Mit der richtigen Rechtschreibung und der stimmigen Grammatik erzielen Sie einen ersten Eindruck beim künftigen Arbeitgeber. Machen Sie sich diese Chance nicht selbst zunichte.

Bewerbungen schreiben: Alle Unterlagen beilegen

Die kompletten Bewerbungsunterlagen bestehen natürlich nicht nur aus dem Bewerbungsanschreiben. So sollten Sie auf das Erstellen des Lebenslaufes ebenfalls große Sorgfalt verwenden. Das Passfoto gehört auf ein separates Deckblatt. Belegen Sie die Stationen Ihres Lebenslaufes mit den entsprechenden Zeugnissen und legen Sie diese bei.

Bewerbungen schreiben: Auch das Passfoto leistet Überzeugungsarbeit

Glauben Sie nicht, dass Ihr eigenes Foto unwichtig wäre. Viele Personalchefs studieren zunächst das Foto und überlegen anhand der Ausstrahlung, ob der Bewerber ins Team passen könnte. Wählen Sie einen guten Fotografen und nehmen Sie ein Foto auf dem Sie ein herzliches Lachen zeigen. Das ist wichtiger, als die Kleidung, die natürlich auch zum jeweiligen Unternehmen passen sollte.

Mit Bewerbungsunterlagen beeindrucken...



Freitag, 21. Februar 2014

Absage bei Facebook: Heute Milliardär

Brian Acton hatte sich beworben, nicht irgendwo sondern bei Facebook. Leider hatte er die Stelle nicht erhalten. Er postete hinterher auf Twitter: "Facebook hat mich abgelehnt. Es war aber eine tolle Möglichkeit, mit ein paar fantastischen Leuten in Kontakt zu kommen. Ich freue mich auf das nächste Abenteuer in meinem Leben."

Absage bei Vorstellungsgespräch: Professionell damit umgehen

Das ist die beste Grundeinstellung, wenn man eine Absage erhält. Man darf eine Absage eines Unternehmens niemals persönlich nehmen. Denn man bleibt, was man ist: Eine Persönlichkeit mit Qualifikationen, Erfahrungen und der eigenen Kreativität. Das alles kann einem niemand nehmen. Auch durch eine Absage nicht.

Absage bei Vorstellungsgespräch: Neue Chancen nutzen

Dass das funktioniert, zeigt der weitere Verlauf des Bewerbers Brian Acton. Statt in Selbstmitleid zu versinken, nahm er die positiven Erfahrungen des Vorstellungsgesprächs mit. Er baute ein eigenes Unternehmen auf. Denn er ist Mitgründer des mobilen Nachrichten-Services WhatsApp

Absage bei Vorstellungsgespräch: Brian Acton ist jetzt Milliardär

Brian Acton nutzte seine Chancen. Jetzt verkaufte er WhatsApp an Facebook und erhielt dafür umgerechnet ungefähr 14 Milliarden Euro. Manchmal lohnt sich eine Absage. Denn gerade eine Absage mobilisiert unsere Reserven. Wir müssen uns notgedrungen auf die eigenen Stärken neu besinnen. Das kann Kreativität wecken.  Geben Sie nicht auf. Schreiben Sie Bewerbungen, oder gründen Sie ein Unternehmen. Nutzen Sie Ihre eigene Kreativität. Denn Brian Acton hat sicherlich nicht mehr davon als wir alle.

WhatsApp-Gründer ist Milliardär

Mittwoch, 19. Februar 2014

Ausbildungsstelle 2014: Hilfe zur Bewerbung

Ihr Sohn, oder Ihre Tochter benötigt eine Ausbildungsstelle ab Herbst 2014? Dann sollte sich Ihr Nachwuchs nicht mehr viel Zeit lassen, sondern sich jetzt überlegen,  wenn er sich um eine Stelle bewerben will, wohin die berufliche Reise gehen soll. Wenn Ihre Tochter, oder Ihr Sohn noch sehr unschlüssig ist, dass sind Praktika eine gute Hilfe, um die Neigung herauszubekommen.
Ihr Nachwuchs weiß bereits, was er will? Umso besser.

Ausbildungsstelle 2014: Jetzt um eine Stelle bewerben

Wenn Ihr Kind sich um eine Stelle bewerben will, soll es sich als Brainstorming zunächst auf einem leeren Blatt alle Fähigkeiten notieren, die schon vorhanden sind. Also Sprachkenntnisse, oder auch gut zuhören können.  Eine gute Hilfe zur Bewerbung sind auch ehrenamtliche Tätigkeiten. Denn auch diese sich wichtig, beispielsweise Streitschlichter in der Schule, Klassensprecher, oder Leitung einer Kindergruppe.  Das alles können ausschlaggebende Eigenschaften sein, wenn man sich um eine Stelle bewerben will.

Ausbildungsstelle 2014: den Lebenslauf erstellen

Zuerst ist es sinnvoll, den Lebenslauf aufzuschreiben. Er wird in Tabellenform erstellt. In handschriftlicher Form wird er heute nur noch selten verlangt.  Das Passfoto kommt auf ein separates Deckblatt.

Ausbildungsstelle 2014: das Anschreiben formulieren

Beim Anschreiben sollte sich Ihr Nachwuchs besonders anstrengen. Jetzt geht es darum, dem künftigen Arbeitgeber zu zeigen, was man bereits kann. Die Ergebnisse des Brainstormings können nun in das Anschreiben mit einfließen.

Diese Anleitung sollte eine Hilfe zur Bewerbung sein, damit Ihr Kind sich nun um eine Stelle bewerben kann. Benötigt es noch Hilfe zur Bewerbung, gibt es hier weitere Informationen.

Anschreiben